Zur Landkarte Bistum

Informationen

Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Katharina von Siena in Ludwigshafen gehören.

St. Bonifaz

mehr Infos


St. Hedwig

mehr Infos


St. Hildegard

mehr Infos


St. Joseph

mehr Infos


St. Michael

mehr Infos

Gemeinde St. Michael

Informationen zu den Gruppierungen und Aktivitäten der Gemeinde St. Michael finden Sie auch auf der Homepage der Gemeinde.

Kirche

Im Jahr 1307 wird erstmals eine Maudacher Kirche in einem Erbbestandsbrief des Speyerer Domkapitelgutes erwähnt. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist aber der Bau einer Kapelle oder Kirche, ähnlich wie in den umliegenden Orten, schon früher anzusetzen, zumal "Mudahen" im Speyergau schon 770 im Lorscher Kodex bezeugt ist. Zum Patrozinium heißt es im Status der Pfarrei von , die Pfarrkirche zu Maudach sei zu Ehren des heiligen Erzengels Michael erbaut und konsekriert. Der Beginn des Patroziniums ist nicht bekannt, er dürfte aber einige Jahre weiter zurückliegen, da Michaelskirchen in der Regel sehr alte Kirchen sind.
1535 wird das Dach der spätgotischen Kirche erneuert und der Chor neu aufgebaut. In diesem ältesten Teil der Kirche befindet sich heute die Sakristei. 1556 wurde in Maudach die Reformation durch die Herren von Hirschhorn eingeführt. Die Kirche war nun in den Besitz der Lutheraner. Der durch den 30-jährigen Krieg stark beschädigte Turm wurde wieder instandgesetzt. Am 27. Januar 1686 fand die Einführung des Simulataneums durch den Statthalter des Hochstifts Speyer statt. Beide Konfessionen, Katholiken und Lutheraner, benutzten fortan die Kirche gemeinsam.1686/88 wurde der Altarraum umgestaltet. 1699 wurde auf Anordnung des Hochstifts Speyer das Simultaneum in Maudach aufgehoben. Die Kirche kam in alleinigen Besitz der Katholiken.

 

1749 Kirche St. Michael Maudach Innenansicht wird auf Anordnung der kurpfälzischen Regierung mit dem Bau der spätbarocken Kirchenerweiterung begonnen. Vermutlich nach einem (nicht mehr vorhandenen) Plan des kurpfälzischen Hofbaumeisters Franz Wilhelm Rabaliatti wurde der neue Chor zwischen Turm-Chor des bestehenden Kirchenbaus eingefügt. Das Langhaus wurde nach Süden angebaut und mit einer neuen Fassade sowie einem neuen Hauptportal an der Straße versehen. Die Fundamente zu diesem heutigen Schiff wurden gelegt. Durch Einwände des baupflichtigen Bauherrn, Fürst zu Löwenstein, gegen Größe und Aufwand des Projekts, verzögerten sich die Bauarbeiten, und die alte Kirche wurde zunächst weiterbenutzt. Am 30. September 1753, am Tag nach Michaeli, dem Fest des Kirchenpatrons, wurde die Kirche durch Weihbischof Johannes Buckel geweiht. 1775 wurde die heutige Kanzel im Rokokostil von Holzbildhauer Christian Steiner aus Landau hergestellt. 1778 wurde auf Kosten des Zehntherrn ein neuer Hochaltar nach dem Vorbild des Barockaltars von Gleisweiler geschaffen.

 Pieta in der Kirche St. Michael Maudach Die beiden noch vorhandenen Beichtstühle stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Zwei Seitenaltäre, die Pfarrer Bernadi auf Kosten der Pfarrei anfertigen ließ, wurden im 19. Jhdt. ebenso im Neorenaissancestil ersetzt, wie der barocke Hochaltar. Während die drei Altäre im 2. Weltkrieg und unmittelbar danach zerstört, nach dem Brand des Daches über dem Chor entfernt wurden, dürften zwei Gemälde aus dem späten 18. Jhdt., (jetzt an den Seitenwänden des Schiffs) von den barocken Seitenaltären stammen. Sie stellen die Himmelfahrt Mariä und St. Nepomuk dar. Der Bau einer Orgel von Hoforgelbauer Andreas Krämer aus Mannheim geschah 1780. (Das Orgelwerk wurde letztmals 1977 durch Haerpfer und Erman aus Boulay in Lothringen im alten Gehäuse erneuert.)
Am Ende der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts wurde aus der Maudacher Feldkapelle ein holzgeschnitztes, farbig gefasstes Andachtsbild der Pietá aus dem 15 Jhdt. in die Kirche verbracht. Es befindet sich seit den siebziger Jahren am Platz des linken Seitenaltars.

Am 1. November 1992, dem Fest Allerheiligen, weihte der Speyerer Bischof Dr. Anton Schlembach den Altar der gründlich renovierten und restaurierten Kirche. Die mit Pfarrer Gerhard L. Rottmayer durch dem Architekten Karl Maria Sommer geplante und geleitete Baumaßnahme lässt den barocken Geist des Bauwerks durch zeitgemäße Mittel wieder zur Geltung kommen: Der Bildhauer Johannes Hillebrand aus Bornheim bei Bonn schuf den Sakramentsaltar anstatt des fehlenden Hochaltars und den nunmehr freistehenden Zelebrationsaltar . Altar St. Michael MaudachBeide Altäre sind, wie der sie verbindende Bodenbelag, mit Natursteinintarsien und Reliefs geschmückt. Der Sakramentsaltar zeigt über dem Tabernakel das Kreuz als knospenden Lebensbaum, bekrönt mit dem Osterlamm, zu dessen Seiten Johannes der Täufer und Maria aus Magdala. Vom selben Künstler wurden das wiedergeöffnete Mittelfenster, der Ambo, die Sedilien und zwei Kalksteinkonsolen, die nun, an Stelle der Seitenaltäre, die bereits erwähnte Pietá und eine Statue des Kirchenpatrons St. Michael tragen, geschaffen. Er entwarf auch die Altar- und Kronleuchter. Sein Bruder Clemens malte die Decken nach einer Idee des Architekten mit luftigen Himmelsgewölben. Sie lassen zusammen mit der Farbgebung den Raum lichter und höher erscheinen als je. Von ihm sind auch die Hintergründe der Statuen zu beiden Seiten der Choröffnung sowie die zwölf Bilder, die mit der Pietá und der Kreuzigungsgruppe an der Westwand des Kirchenschiffs den Kreuzweg des Herrn darstellen.

Von Karl Maria Sommer nach Recherchen von Irmgard König.


Anfahrt

Anzeige

Anzeige